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Steam Controller Review (Valve)
Letztes Update: 9.9.2017 | Geschrieben von Flashcardsinfo

Struktur:
1. Überblick (mit offiziellen Funktionen)
2. Verpackung und Inhalt
3. Qualität des Gamepads
4. Inbetriebnahme
5. Tools und weitere Funktionen
6. Benutzungskomfort
7. Schlussergebnis

1. Überblick
Nachdem Valve seit Firmengründung eigentlich nur für Software bekannt war (Steam, die Source-Engine, Portal 2, Dota 2, Half-Life etc) ging die Firma am 10. November 2015 mit den Steam Machines und dem Steam Controller auch zum Hardwaremarkt über. Das Steam Gamepad ist aufgrund des Layouts und der beiden Track Pads, die einen analogen Stick und ein Steuerkreuz ersetzen im sonst relativ einheitlichen Controllermarkt ziemlich auffällig. Die Hauptbegründung für die Trackpads ist, dass man damit Spiele, die eigentlich für Maus und Tastatur ausgelegt sind, besser und vom Sofa aus spielen kann. Außerdem soll man damit genauer steuern können.
Wenn wichtige Neuerungen für diesen Controller erscheinen wird das Review aktualisiert.

Offizielle Funktionen (von der Verkaufsseite):
- Zwei Trackpads
- HD-Haptik
- Analogstick
- Zweistufige Trigger, mit je 10° Spielraum, einem magnetischen Flux-Sensor, und einem Drucktaster
- Neigungs- und Beschleunigungssensor ermöglichen Tilt-To-Steer-Lenkradfunktionalität und andere Bewegungssteuerung
- Konfigurierbare Tastenbelegung
- Für lokalen Mehrspielermodus geeignet, sofern vom Spiel unterstützt
- Kabelgebunden oder kabellos (Zwei Modi)
- USB 2.0 via Micro USB (Kabel inklusive)
- Ungefähr 5 Meter kabellose Kommunikationsreichweite. Tatsächliche Werte können abweichen.
- Bietet über 80 Stunden Spielspaß mit den mitgelieferten AA-Alkaline-Batterien während internen Testläufen. Die Lebensspanne der Batterien kann von Nutzungsbedingungen und anderen Faktoren abhängen, wie beispielsweise die Art der verwendeten Batterien.

2. Verpackung und Inhalt

Die Verpackung von dem Gamepad ist dunkelblau und hat das Steam-Logo links oben. Auf der Unterseite rechts oben befindet sich eine schematische Darstellung des Gamepads. Um den Karton herum ist ein hellblauer Aufschub mit einem Bild des Controllers, dem Lieferumfang, den Systemanforderungen usw. In dem Aufschub gibt es eine schematische Abbildung des Controllers in alle seine Teile zerlegt.
Wenn man den Karton öffnet wird man direkt von dem Controller, den zwei AA Batterien die mitgeliefert werden und dem USB Stick um den Controller drahtlos mit dem Computer zu verbinden begrüßt. Darunter befinden sich ein Micro USB Kabel, ein Sockel für den USB Stick (damit man ihn besser auf einen Tisch o.ä. stellen kann), eine Schnellstartanleitung und eine etwas ausführlichere Anleitung. Mir gefällt der Farbton der Packung sehr gut wenn auch qualitativ nicht sehr luxuriös. Der Lieferumfang umfasst alles was man benötigt um den Controller zu verwenden. Ein spezieller Akku ist leider nicht dabei und es wird auch keiner angeboten den man sich einzeln bestellen kann.

3. Qualität des Gamepads

Das Gamepad besteht aus schwarzem Plastik, das teilweise geriffelt und teilweise spiegelnd poliert ist. Die zwei Handstützen sind relativ dick und weit oben.
Neben den zwei Trackingpads gibt es eine Steam-Taste ("X-Box Taste"), zwei Pfeile ("Start" und "Select"), A, B, X, Y, einen analogen Stick, zwei Schultertasten, zwei analoge Trigger mit Taste am Ende (sodass man z.B. bei leichtem Druck zielen und bei starkem Druck schießen kann) und zwei Tasten an der Unterseite. Gerade die Trigger fühlen sich nicht wertig an.
Wenn man die Klappe auf der Rückseite abnimmt kann man zwei Batterien in je eine Seite drücken. Vermutlich dienen sie auch zum Gewichtausgleich. An der oberen Seite befindet sich ein Micro USB Anschluss um den Controller per USB zu verwenden. Ein Kopfhöreranschluss o.ä. ist nicht vorhanden. Insgesamt macht das Gamepad keinen sehr teuren Eindruck aber einen ausreichend stabilen. Die Batterien halten für einen Controller eher kurz (auf die beworbenen 80 Stunden Spielspaß kommt man höchstens wenn man viele der Funktionen wie das haptische Feedback deaktiviert. Ich bezweifel, dass man mit den mitgelieferten Batterien über 40 Stunden kommt).

4. Inbetriebnahme
Um das Gamepad mit einem Computer zu verwenden wird der Steam Client notwendigerweise benötigt (die unterstützten Betriebssysteme sind Windows, MacOS und Linux/Steam OS). Es gibt dritte Libraries mit denen der Controller auch ohne Steam unter Linux läuft (z.B. für einen Raspberry Pi) die aber stark in der Funktionalität eingeschränkt sind.
Wenn der Client installiert ist muss man nur noch entweder den Empfänger in den Computer stecken oder den Steam Controller über das USB Kabel mit dem PC verbinden und das Gamepad einschalten. Ab sofort können die Trackpads als Maus verwendet werden und es kann sogar durch den Druck auf den linken Stick eine Bildschirmtastatur geöffnet werden. In der kann man mit den Trackpads die Buchstaben markieren und mit LB/RB einfügen. Alternativ kann man den Steam Big Picture Mode öffnen um eine joystickfreundlichere Steam Version zu bekommen.

Vor dem ersten Start eines jeden Spiels mit dem Controller muss derselbe erst konfiguriert werden. Dabei gibt es viele Optionen und einige Vorlagen (z.B. sodass sich das Gamepad ähnlich wie ein XBox Controller verhält).
Spiele die man nicht per Steam gekauft hat kann man auch mit dem Controller verwenden. Allerdings muss man sie dafür als steamfremde App zur Bibliothek hinzufügen.

5. Tools und weitere Funktionen

Neben den Schultertasten mit Trigger hat der Controller noch ein Gyroskop für genauere Bewegungen und Lautsprecher/Rumblemotoren für haptisches (spürbares) Feedback bei der Verwendung der Trackpads. Wenn man möchte kann man auch ein Overlay das die aktuelle Position des Fingers auf dem Trackpad auf dem Bildschirm anzeigt aktivieren. Ich empfand das Overlay allerdings eher als störend.
Man kann den Ton, der beim Starten und Ausschalten des Controllers gespielt wird, einstellen (z.B. zu einem Teil der Melodie von "Still Alive"). Es gibt insgesamt sehr viele Einstellungsmöglichkeiten und Spielereien die aber größtenteils auch nicht mehr als Spielereien sind und als tatsächliches Feature nicht durchgehen.
Die Einstellungen für die Spiele können online geteilt und heruntergeladen werden sodass man nicht bei jedem neuen Spiel das Rad neu erfinden muss. Einige Spiele unterstützen den Steam Controller auch direkt aber nach einigen Jahren die er schon auf dem Markt ist sind das immer noch sehr wenige. Außerdem kann man die Steuerungsrekonfiguration inzwischen auch mit Dual Shock, XBox und eingen weiteren Controllern verwenden.

6. Benutzungskomfort

Das Gamepad liegt im Gegensatz zur Konkurrenz eher flach in der Hand, was nicht unbedingt negativ ist. Es fühlt sich nicht schlecht an und man kann sich schnell dran gewöhnen.
Das Manko ist, dass man vor praktisch jedem neuen Spiel eigene Konfigurationen vornehmen muss (mal mehr und mal weniger) die sich trotzdem nicht so gut wie ein richtiges Gamepad oder Maus und Tastatur anfühlen.
Das Wechseln der Batterien ist zwar verhältnismäßig umständlich aber nicht zu häufig nötig. AA-Akkus kann man nicht über den USB Anschluss laden.

7. Schlussergebnis
Die Hauptzielgruppe für das Gamepad sind wohl Menschen, die im Wohnzimmer mit einem PC zocken wollen und für viel mehr eignet sich das Gamepad auch nicht. Im Wohnzimmerbetrieb ist es vielleicht angenehmer als eine Tastatur oder eine Maus aber da die Spiele auf herkömmliche Controller oder Maus und Tastatur optimiert sind kommt es an keins von beidem in dem Benutzungskomfort wirklich ran. Deshalb würde ich es maximal für das Wohnzimmer empfehlen und auch da sollte man sich den Kauf mehrmals überlegen.

Positiv:
-Liegt gut in der Hand
-Viele innovative Steuerungsmöglichkeiten
-Robuster Eindruck
-Unterstützt USB und kabellose Übertragung
-Viele Einstellungsmöglichkeiten
-Einige Spielereien

Negativ:
-Kein Akku erhältlich
-Batterielaufzeit schlechter als beworben
-Keine Spiele die für den Controller optimiert sind
-Umständliche Einstellung für fast alle Spiele
-Funktioniert nicht ohne Steam

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